Die Wiederentdeckung der Pølarfrucht

Vor Millionen von Jahren, als der Blaue Planet noch von Finanzhaien, Smombies und dem Eurovision Song Contest verschont war, gedieh die Pølarfrucht in den kältesten Regionen der Erde, den PØL-Kappen.

Aus den Tiefen des ewigen Eises, genährt von hunderten Minusgraden, kämpfte sich die anmutige Pflanze tapfer dem Licht entgegen und präsentierte ihre blauschimmernden Früchte dem Angesicht der Welt ­- und dabei wohl auch dem ein oder anderen Pinguin.

Rasch fielen in den einstigen Pinguinkolonien einzelne Exemplare auf, die plötzlich die entscheidende Spur lässiger drauf waren als alle anderen Tiere. Immer mehr Pinguine kosteten von der Pølarfrucht und verhielten sich fortan anders. Irgendwie … cooler.

Doch egal. Scheinbar sei es auserwählten Durchschnittskandidaten der modernen Zivilisation nur durch das Lösen verschiedener tödlicher Aufgaben (wie z. B. Behördengängen) sowie mindestens einem Schnapsglas voll übermenschlichem Mut (z. B. für Behördengänge) möglich, die mysteriöse Frucht zu finden und zu ernten. Challenge accepted! Nach 1068 Tagen 6 Stunden 32 Minuten und einer Millisekunde ist es den vier Studenten aus Regensburg gelungen, die Frucht wiederzuentdecken und daraus den köstlichen Pflanzensaft zu gewinnen.

In jedem Fall befanden die Freunde, dass es die ganze Anstrengung echt voll nicht wert sei, das erfrischende Getränk von nun an nur sich selbst zu gönnen. DIE GANZE WELT SOLLTE ETWAS DAVON HABEN! Sofern sie volljährig ist. Eh klar.

Doch die stetig steigenden Temperaturen nahmen dieser seltenen Frucht ihre Kraft. Nach und nach schwand ihr Vorkommen, ehe sie schließlich als ausgestorben galt. Bis zur heutigen Zeit. Als vier junge Männer aus Regensburg beim Entrümpeln des Dachbodens ein verstaubtes Manuskript des Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großvaters endeckten. Stand doch in diesem handschriftlichen Papyrus niedergeschrieben, wo sich noch die letzten kostbaren Früchte finden lassen. Kein Plan, woher Großvati2 das schon wieder so genau alles wusste.